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Als wir im Jahr 2002 aus dem Erzgebirge nach Mecklenburg kamen, ahnten wir noch nicht, was in den folgenden Jahren alles auf uns zukommen würde. Wir wurden recht schnell warm mit unserer Wahlheimat und den Menschen hier, auch wenn ihnen ein eher zurückhaltender, wenn nicht gar sturer Charakter nachgesagt wird, wir können uns nicht beklagen. Schnell fanden wir hier Freunde und gute Bekannte, die uns schon das eine oder andere mal aus der Patsche geholfen haben.
Klein Salitz ist ein in seiner Ursprünglichkeit weitgehend erhaltenes Dorf, in dem es mehr als zehnmal so viele Schafe wie Menschen gibt. Es liegt am Ostrand des Biosphärenreservates Schaalsee, nicht weit von Schwerin, Ratzeburg und Lübeck entfernt. Hier konnten wir erste intensive Erfahrungen mit Schafen sammeln und kauften bald unser erstes eigenes Schaf – Hannah. In einem kleinem Schweinestall beim Nachbarn begannen wir nun mit der „Milchproduktion“ – zwei Bäckerkisten und ein Brett waren unser erster Melkstand. Wir sammelten die Milch unserer Hannah im Gefrierschrank, bis wir wenigstens 10 Liter beisammen hatten und unternahmen damit unsere ersten eigenen Käseversuche. Dies funktionierte erstaunlich gut, so dass wir bald von unserem Käse an Freunde und Bekannte etwas abgeben mussten. Damit wir im nächsten Jahr etwas mehr Milch hatten, kauften wir uns noch drei Flaschenlämmer und zogen diese auf. Zwei weitere Schafe kauften wir im Herbst und noch zwei fanden als „Pensionstiere“ den Weg zu uns, so dass wir im Jahr 2004 bereits 8 melkende Schafe hatten. Die Feldränder und einige Gärten waren damals unsere Flächen und nicht selten zogen wir mitsamt unserem kleinen Melkstand dahin um. 2005 hatten
wir dann das große Glück einen alten
LPG- Kuhstall und 2ha Land im Dorf pachten zukönnen und richteten hier, mit
einfachsten Mitteln und viel Hilfe von Freunden und Familie, Käserei, Reiferaum
und Melkstand ein und machten uns mit einer Ich-AG sowie 20 Ostsfriesischen
Milchschafen selbständig. In den folgenden Jahren haben wir unsere Herde ständig vergrößert und auch unsere Familie bekam Zuwachs, Philipp (4) und Sarah (1). Zunächst
verkauften wir unsere Produkte weitgehend über Wochenmärkte und
Sonderveranstaltungen, was sich aber als recht schwierig erwies. So begannen wir
relativ schnell nach engagierten Ladenbetreibern zu suchen und wurden auch fündig.
Inzwischen beliefern wir eine ganze Reihe von Hofläden, Biofachgeschäften und
auch Restaurants, zu denen wir ein freundschaftliches Verhältnis pflegen. In den letzten 3 Monaten haben wir nun unseren kleinen Betrieb einen weiteren Schritt nach vorn gebracht, wir sind jetzt nämlich zur EU-zugelassen Käserei geworden. Das bedeutet neben vielen Umbaumaßnahmen und Dokumentationen eine erhöhte Produktsicherheit für unsere Kunden.
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Was bisher geschah:
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